Geschichte Elendenhaus

Das Elendenhaus

auf dem südlichen Gelände des Kirch­platzes der St. Marienkirche in Pase­walk

Das Elen­den­haus ist eins der weni­gen mit­te­lal­ter­lichen Gebäude das, neben den Kirchen, aus der Zeit vor dem 30-jähri­gen Krieg erhal­ten ist. Errichtet als zweigeschos­siges Back­stein­traufen­haus sind seine Außenwandflächen(Fassade) mit zahlre­ichen, unter­schiedlichen Blend­nis­chen verziert. Sie zeigen sich in Form von Kreis-,Spitzbogen-und Seg­ment­bo­gen­nis­chen. Gegrün­det als eine geistliche Stiftung des Mit­te­lal­ters war es seine Auf­gabe, mit­tel­losen und/oder frem­den Wan­der­ern (eli – enti) Obdach zu gewähren.
Es gehörte der Elen­den­brud­er­schaft und wurde am Südrand des  Fried­hofgelän­des von St. Marien errichtet. Nach der Ref­or­ma­tion ist aus einem Kirchen­vis­i­ta­tions­bericht von 1563 der Pase­walk­er Kirchen ersichtlich, dass die Elen­den­brud­er­schaft aufgelöst wurde. Das Elen­den­haus ging in das Eigen­tum der Kirchenge­meinde über und diente zunächst als Spi­tal für Stad­tarme.Elendhaus Ansicht Kirchpl. um 1925 Danach war es die Woh­nung des Toten­gräbers. Diese Nutzung als Wohnge­bäude blieb, über die Jahrhun­derte hin­weg, bis zum Monat Mai 1992 erhal­ten. Nur die Funk­tio­nen der Bewohn­er änderten sich im Laufe der Jahre. Später, als der Fried­hof aufgelöst wurde, waren es dann Kirchen­di­ener oder Küster. Im Mai 1992 zog die let­zte Fam­i­lie aus Alters­grün­den nach St. Spir­i­tus um.DSCF2816 Nun wurde das Haus innen umge­baut und in das Obergeschoß zog das Büro der Baubeauf­tragten des Kirchenkreis­es. Im Erdgeschoß wurde das Pfar­rbüro ein­gerichtet. Heute befind­et sich dort das Pfar­rbüro und das der Kan­tor­ei. Im Obergeschoß sind Teile des Gemein­dearchivs unterge­bracht.
Das äußere Erschei­n­ungs­bild des Haus­es hat sich, seit sein­er Errich­tung im Anfang des 16. Jahrh.,  im wesentlichen erhal­ten.