Geschichte

Kirche zu Stolzenburg

Die Kirche ist ein Gran­itquader­bau des 13. Jahrhun­dert, Pasewallk-Stolzenburg alte Ansicht (2)mit abge­set­zem, ger­ade geschlosse­nen Chor und ein­er in der Bre­ite des Lang­haus­es, diesem vorge­lagerten Tur­man­lage. Das Gebäude hat über einem rechtwin­klig abge­set­zten Sock­el zwanzig Schicht­en sorgfältig behauen­er Quader/Feldsteine. Von dem Turm ist nur der Unter­bau erhal­ten. In sein­er Süd­wand ist eine Treppe von zwanzig Stufen aus­ges­part und mit Back­steinen über­wölbt. Von den Fen­stern haben nur drei, je eins auf der Nord­seite des Lang­haus­es und der Ost- und Süd­seite des Chores die ursprüngliche Form und schräge Lei­bung bewahrt. Die anderen Fen­ster sind jet­zt erweit­ert, flach­bogig geschlossen und mit Putz umrahmt. Von den Por­tal­en sind drei unverän­dert erhal­ten. Sie sind spitzbogig und zeigen in sauber behauen­em Gran­it rechtwin­klige Abstu­fun­gen. Der Tri­umh­ph­bo­gen ist spitzbogig.

Der Alta­rauf­satz aus dem 18. Jh. ist mit Gemälden verse­hen. Im Mit­telfeld das Abendmahl, im oberen Chrsi­tus auf dem Ölberg. Die Pre­del­la ist nicht bemalt.
Pasewalk-Stolzenburg1Pasewalk-Stolzenburg Altar

Pasewalk-Stolzenburg2

 
Taufengel

Am Pfin­gst­mon­tag, den 25.05.2015 wurde während eines Fest­gottes­di­en­stes, mit ein­er Taufe durch
Pas­tor Johannes Grashof, der restau­ri­erte Taufen­gel wieder in Gebrauch genom­men. Die bei­den Restau­ra­toren, die den Taufen­gel mit Wolkenkranz und Hebevor­rich­tung wieder hergestellt haben, sind:   Anja Maria Bujak (Farb­fas­sung) und Har­ry Möller (Holz­ergänzun­gen).

Taufengel Stolzenburg
Ver­füg­bare Dat­en zum Taufen­gel:
Datierung:                     ca. 1730

Maße:                              ca. 1,40 m

Art:                                    schweben­der Engel mit Wolkenkranz und Tauf­schale

Bild­hauer:                       Cas­par Uteg (g), ver­mut­lich Stras­burg

Stan­dort (vor Restau­rierung):   Dachbo­den Kirche Stolzen­burg

 

 

Kirche zu Dargitz

Pasewalk-Dargitz1 Pasewalk-Dargitz2

 

 

 

 

 

 

Die Kirche ist ein Feld­stein­bau aus dem 13. Jahrhun­dert. Dachre­it­er aus den 70er Jahren. Inven­tar aus dem 17./18. Jahrhun­dert.

Pasewalk-Dargitz Altar

Mit­te­lal­ter­liche Fresken: Apos­tel Andreas, Petrus, Paulus, Johannes. Weit­er: Katha­ri­na von Alexan­dria, Bar­bara, Mar­gare­ta und Gertrud von Niv­elles. Außer­dem, find­en sich noch die Geburt in Beth­le­hem, Welt­gericht, Christhopho­rus und eine Kreuzi­gung.

 

 

 

 

Dargitz Malereien

Pasewalk-Dargitz GesamtansichtDie Dar­gitzer Kirche ist mit zahlre­ichen Wand­malereien (Fresken) aus dem 14./15. Jahrhun­dert verse­hen. Sie wur­den 1913 und zulet­zt 1978/79 von dem Restau­ra­tor E. Dräger, Schwen­nenz restau­ri­ert.

 

 

 

Pasewalk-Dargitz Christophorus

An der Ost­seite (rechts vom Altar), gegenüber dem Hauptein­gang der Kirche, ist der Hl. Christopho­rus (griech. chris­tos, phere­in „Chris­tus­träger”) abge­bildet. Schon 452 wurde Christopho­rus in Chalke­don eine Kirche gewei­ht.
Er ist ein­er der 14 Nothelfer und der Anblick seines Bildes sollte vor einem plöt­zlichen Tod bewahren.
Zudem ist er Schutz­pa­tron der Reisenden. Der evan­ge­lis­che Gedenk­tag ist der 24. Juli, der katholis­che am 25. Juli.
Er wird häu­fig als Hüne mit Stab dargestellt, der das Jesuskind auf den Schul­tern über einen Fluss trägt.

 

 

Fresken an der Nordseite

Pasewalk-Dargitz Andreas&PetrusAndreas ist ein­er der zwölf Apos­tel und ein­er der ersten in die Nach­folge berufe­nen Jünger Jesu. Nach den Andreasak­ten erlitt er den Kreuzestod und trägt deshalb als Attrib­ut das Kreuz (crux decus­sa­ta, Andreaskreuz). Sein Mär­tyr­ertag ist zugle­ich sein Gedenk­tag, der 30. Novem­ber.

Simon Petrus (*Galiläa, †um 65 Rom?) war ein­er der zwölf Apos­tel Jesu. Er war erster Beken­ner, aber auch Ver­leugn­er Jesu Christi, Sprech­er der Jünger und Leit­er der Jerusale­mer Urge­meinde. Der Katholizis­mus führt den Pri­matanspruch des römis­chen Bischofs und damit das Pap­st­tum auf Petrus zurück (sog. „Petrinis­ches Prinzip“). In der Ikono­gra­phie wird Petrus mit lock­igem Haar und Bart, ein­er Schrift oder Buch, einem Hahn oder mit umge­drehtem Kreuz dargestellt. Sein Haup­tat­trib­ut aber ist der Schlüs­sel.

 

paulus+joh

Paulus von Tar­sus (hebr. Name: Saul, *unbekan­nt, †nach 60 in Rom?) war der ein­flussre­ich­ste The­ologe des Urchris­ten­tums und neben Petrus der bedeu­tend­ste frühchristliche Mis­sion­ar. Er, ein griechisch gebilde­ter Jude und geset­zestreuer Phar­isäer, ist Jesus nie begeg­net.
Zunächst ver­fol­gte er Jesu Anhänger, ver­stand sich jedoch nach seinem sog. „Damaskuser­leb­nis“ (Apg.9,3–9) als ein von Gott berufen­er „Apos­tel des Evan­geli­ums der Völk­er“ (Gal.1,15f).
Er bereiste den östlichen Mit­telmeer­raum, verkün­dete dort den aufer­stande­nen Chris­tus, grün­dete Gemein­den und hielt brieflichen Kon­takt mit ihnen.
In der Ikono­gra­phie wird Paulus als kahlköp­figer, bär­tiger Mann mit Buch, vor allem aber mit dem Schw­ert dargestellt. Der Gedenk­tag für Paulus (und Petrus) ist der 29. Juni.

Johannes ist ein­er der zwölf Apos­tel und wird in den Syn­op­tik­ern als ein­er der Erst­berufe­nen in die Nach­folge Jesu genan­nt. Er gilt als der “Lieblingsjünger” Jesu. Sein Gedenk­tag ist der 27. Dezem­ber.

Kanzel an der Nordseite

Pasewalk-Dargitz Kanzel2Der Kanzelkorb aus dem Jahre 1698 weist Spätre­nais­sance­for­men auf mit Apos­tel­gemälden (u.a. Jakobus, Johannes, Philip­pus) zwis­chen Säu­le­narkaden.

 

 

 

Fresken an der Südseite

Pasewalk-Dargitz Katharina&BarbaraObwohl ihre Exis­tenz his­torisch nicht belegt ist, war die Heilige Katha­ri­na von Alexan­drien lange eine der beliebtesten katholis­chen Heili­gen. Sie zählt zu den 14 Nothelfern, als Helferin bei Lei­den der Zunge und Sprach- schwierigkeit­en und erfreut sich auch heute noch großer Pop­u­lar­ität bei Teilen der katho- lis­chen Bevölkerung. Erst­mals wurde sie im 10. Jahrhun­dert schriftlich erwäh­nt. Der Leg­ende nach lebte sie im 3. oder 4. Jahrhun- dert und erlitt unter Kaiser Max­imi­an oder seinem Sohn Max­en­tius den Mär­tyr­ertod.
Ihre Sym­bole sind das Rad, das Buch, die Kro­ne, der Palmzweig und das Schw­ert. Der Gedenk­tag liegt auf dem 25. Novem­ber.

Die Heilige Bar­bara zählt zu den 14 Nothelfern und ist die Schutz­pa­tron­in der Bergleute und Tun­nel­bauer sowie die der Artillerie, bei Feuer und Gewit­ter.
Ihre Kennze­ichen sind der Turm, der Palmzwieg, mach­mal auch die Kanone.

Pasewalk-Dargitz Margaretha&GertrudUm St. Mar­gare­ta von Anti­ochia, eine der 14 Nothelfer, ranken sich Leg­en­den. Gemäß ein­er betete sie auf dem Weg zu ihrer Hin­rich­tung für ihre Ver­fol­ger, vor allem aber für Frauen mit Prob­le­men rund um Schwanger­schaft und Geburt. Deshalb, und auf Grund ihres Gedenk­tages am 20. Juli (ev.) — dem Tag des Ern­te­be­ginns- ist sie Schutz­pa­tron­in der Bauern, bei Schwanger schaft und Geburt (der Jungfrauen, Ammen, Mäd­chen, Gebären­den, unfrucht­baren Ehe­frauen, der Frucht­barkeit und gegen Unfrucht­barkeit, bei schw­eren Geburten), darüber hin­aus bei Wun­den und Gesicht­skrankheit­en.
In der Ikono­gra­phie wird sie zusam­men mit einem Drachen und auch dem Kreuz dargestellt.

Gertrud von Niv­elles (* 626, † 17. März 659), war Äbtissin des Klosters Niv­elles in Bel­gien. Sie war die Tochter von Pip­pin dem Älteren und sein­er Frau Ibu­berg und damit die Ur-Ur-Groß­tante von Karl dem Großen. Mit 14 Jahren trat sie in das von ihrer Mut­ter gegrün­dete Kloster in Niv­elles ein. Mitte des 7.Jahrhunderts grün­dete Gertrud von Niv­elles das Kloster in Karl­burg, das eines der ersten Klöster im main­fränkischen Raum war. Nach dem Tod Ihrer Mut­ter leit­ete sie als Äbtissin von 652 bis zu ihrem Tod das Klosters von Niv­elles. Sie set­zte sich dafür ein, dass auch Mäd­chen die Heilige Schrift lesen soll­ten. Sie erzog im Kloster Niv­elles die bel­gis­che Nation­al­heilige, die heilige Gudu­la von Brüs­sel. Eben­so war sie engagiert in der Krankenpflege und ließ für irische Wan­der­mönche, die sie in ihr Kloster gerufen hat­te, ein Spi­tal bauen.
Sie ist Schutz­pa­tron­in gegen Mäuse- und Rat­ten­pla­gen, der Reisenden und Pil­ger, der Gärt­ner und der Armen und Witwen. Dargestellt wird sie meist in Äbtissin­nen­tra­cht mit Mäusen, manch­mal auch mit Buch oder Spin­nrad oder mit zwei Rin­gen am recht­en Arm. Ihr Gedenk­tag ist der 17. März.

Pasewalk-Dargitz Geb.Jesu   Pasewalk-Dargitz AM

Geburt Jesu (Süd­seite, gegenüber Jüng­stem Gericht)      Abendmahl (Ost, links vom Altar)

 

Pasewalk-Dargitz Jüngstes Gericht

Jüng­stes Gericht (Nord­seite, gegenüber Geburt und Kreuzi­gung)

kreuzigung

Jesu Kreuzi­gung (Süd­seite, gegenüber Jüng­stem Gericht)

 

Bildquelle: W. Genz
Bilder­läuterun­gen (Text): Andreas Behrens